Gastartikel im Blog – Erwünscht oder Verteufelt? (WebmasterFriday)

Heute ruft der Webmaster Friday dazu auf, über Gastartikel als Thema nachzudenken. Und ich höre schon das stöhnen der Leser. Gastartikel auf meinem Blog? Das ist so SEO! So Linkaufbau. So bäh. Und jetzt schreibt auch noch ein Blog mit Fokus auf Onlinemarketing und SEO-Tools und Workflows darüber.

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Ja. Gastartikel können SEO sein. Gastartikel können Linkaufbau sein. Können, aber müssen nicht. Oder sie verbinden beides mit gutem Inhalt, tollen exklusiven Informationen, die zur Seite passen. Wir haben 2013! Content ist King und gutes Online Marketing mir guten Gastbeitragen ist die kleine Queen!

Und dabei meine ich wirklich gute Gastbeiträge für Blogs. Nicht 500 Wort aus dem Texteinkauf für 3 Cent das Wort. Und die dann am besten WDF*IDF. Damit sich Textern wie Stephanie Ludermann die Fußnägel rollen oder dem Karl Kratz die Steaks nicht mehr schmecken.

Möchte ich Gastbeiträge auf toolflow.de?

Ja. Ich möchte Gastbeiträge. Denn diese bereichern meinen Blog. Ich bin (und werde) niemals Spezialist für alles sein. Also kann ich nicht zu jedem SEO oder Onlinemarketing Tool einen Bericht schreiben. Und vor allem kenne ich nicht jedes SEO und Onlinemarketing Tool.

Wer also ein super Tool hat. Kostenlos oder kostenpflichtig, kann sich gerne mit einem Gastbeitrag melden. Wenn der Mehrwert stimmt. Und dann gibt es den Link aus dem Blog auch als follow und kostenlos. Und zwar zu Recht!

Und warum sind Gastartikel 2013 so verpönt?

Sind sie das? Oder merken nur die SEOs und die wirklich genervten Blogger, die am Tag 20 Gastbeitragsanfragen für ihren Blog bekommen? Ich denke, dass hier die Firmen (oder besser deren Linkaufbauagenturen) umdenken. Und ich behaupte das wird. Immer mehr Firmen erkennen, dass ein guter Gastbeitrag mehr für Reputation und Traffic bringt, als ein sinnloser SEO Text, den Google eh irgendwann abstrafen wird.

Müssen Gastartikel in Blogs 2013 anders sein?

Dazu ein klares Jein.

Nein: Gute Gastartikel funktionieren 2013 genau wie schon immer. Hier kommen nur neue Punkte hinzu. Durch Google+ spielt für viele der Autorrank eine Rolle und der Autor eines Gastbeitrags im Blog wird sich über einen sauberen Link als Autor zu Google Plus freuen. Gute Artikel gehören im Jahr 2013 zu erfolgreichem Onlinemarketing. Solche Texte lassen sich gut mit Social Media verbinden. Denn ein guter Artikel ist nicht für Google oder SEO geschrieben, sondern für Menschen. Dadurch sollte er teilenswert sein.

Ja: Das hier (http://bit.ly/1da5a25) ist kein Gastartikel (Danke Sören, dass Du den gerade gepostet hast). Aber das ist auch kein Blog! Oder zumindest ist es kein Blog eines Blogger mit Herzblut und mit persönlicher Note und Mehrwert. Das ist SEO. Das ist Linkspam. Das hat nix mit seriösem Linkaufbau zu tun. Und Google merkt das!

Was ein Blogger ausmacht, hatten wir ja auch dem letzten WebMontag in Leipzig.

Wie profitiert man bei Gastartikeln, und wer hat etwas davon?

Von Gastartikeln sollten immer beide profitieren. Der Blogger, der einen interessanten Artikel für seine Seite bekommt um damit seine Leser zu befriedigen und um vielleicht selber neue Impulse für den Blog über den Gastblogger zu bekommen. Der Gastartikelschreiber, der seine Sicht der Dinge einem neuen Publikum präsentieren kann.

Welche Anforderungen an einen Gastbeitrag im Blog hätte ich?

  • Der Gastartikel interessiert mich selber.
  • Der Gastartikel interessiert die Leser des Blogs toolfow.de
  • Ich persönlich kann den Inhalt vertreten.
  • Der Gastartikel ist persönlich geschrieben und ich erkenne, dass der Schreiber meint was er sagt und dahinter steht.
  • Der Text bleibt danach auf dem Blog. Ich will nicht 14 Tage später den Text entfernen müssen. Die Nutzungsrechte sollten dann geklärt sein. Der Text ist exklusiv.
  • Der Gastartikel ist keine SPAM, kein künstlicher Linkaufbau
  • Der Schreiber denkt an seine eigene Reputation
  • Die Frage nach dem (Deep)Link steht nicht am Anfang der Konversation

Wer sich also hier wiederfindet, darf mir gerne schreiben.

Woraus sollte ein „Gastartikel“ nicht bestehen? Was muss man beachten?

InhaltErläuterung
3 *** QualitätMan sieht dem Text sofort an, dass er nur gekauft wurde um Linkaufbau zu betreiben. Dazu auch noch schlecht geschrieben.
300 Worte300 Worte wären mir für einen Gastbeitrag zu wenig. Denkt daran, es soll das Images des Gastbeitragschreibers stärken und neues Publikum erreichen.
UrheberschaftDer Artikel ist gar nicht vom Autor. Und ich hab dann die Abmahnung auf dem Tisch.
NutzungsrechteWer entscheidet, wann der Artikel veröffentlicht, geändert oder entfernt wird? Was passiert mit Erweiterungen, etc.
LinkverkaufNein. Meine Links kann man nicht kaufen. Schreibe einen guten Artikel. Den Link bekommst Du dann gerne!
Thematisch passendIch werde nicht über Kaffeemaschinen, Pampers oder ähnliches schreiben. Es passt nicht in den thematischen Fokus von Toolflow.

Fazit

Ich persönliche mag Gastbeiträge. Ich lese diese auch gerne und erweitere dadurch immer mal wieder mein Must-Read-Liste.

Und jetzt frage ich Euch: Bietet der Artikel Euch Mehrwert? Würdet ihr so was als Gastartikel lesen?
Ich jedenfalls hab mir Mühe gegeben und auf die mir wichtigen Themen geachtet.

Habt Ihr noch Anmerkungen? Dann immer rein in die Kommentare!

Über Thomas Wagner (32 Artikel)
Seit 1999 arbeite ich im Bereich Marketing und berate Klein- und Mittelständige Unternehmen. Der Fokus liegt auf konzeptioneller Beratung und seit vielen Jahren auf Webanalyse und Online Marketing.
Kontakt: Webseite

7 Kommentare zu Gastartikel im Blog – Erwünscht oder Verteufelt? (WebmasterFriday)

  1. Gastartikeln sind meistens nur eine Schleichwerbung. Mehr ist es nicht. Daher nur für den Blogbetreiber finanzieller Hilfe.

    • Hallo Ernst,

      ich sehe das ein wenig anders. Dies mag zwar (leider) sehr oft der Fall sein, aber echte Gastbeiträge sind selten Schleichwerbung sondern gut erarbeitete Artikel.

      Bitter verwechsel Gastartikel nicht mit gekauften Advertorials und ähnlichem. Diese dienen zu 99% nur dem Linkbuilding aus Blogs und haben mit Gastartikeln nichts zu tun!

      P.S.: Kommentare sind auch oft nur Schleicherwerbung (Wer sich ins Glashaus setzt, sollte keine Steine mitbringen!).

  2. Ich habe zwar keine große Gastartikelerfahrung, aber ich habe trotzdem mal an dieser Blogparade (meine erste) teilgenommen. Einfach auf meinen Namen klicken.

    Der Ernst betreibt ja ganz übles DC (duplicate comments).

    Gastartikel können vielleicht nützlich sein. Nur meistens wollen einem irgendwelche SEO-Buden abziehen.

  3. Hi,
    ja auf jeden Fall bietet dein Artikel einen Mehrwert und ich habe es sehr gerne gelesen. Schön, dass du es mit SEO und dem Linkaufbau vergleichst und Gastartikel sollen etwas anderes als das sein. Die Meinungen der Blogger sind fast gleich und viele können sich mit Gastartikeln identifizieren und finden es gut. Manche Blogger lehnen Gastartikel ab, da meistens Anfragen erhalten werden, die nicht zum eigenen Blog passen. Ich erhalte auch solche Anfragen und oft antworte ich auf solche Mails, damit der andere, die jeweilige Firma weiss, dass ich davon nichts halte. Übrigens kann man deine Kommentare nicht abonnieren. Ich besuche täglich zahlreiche Blogs und es wäre schon schön, wenn man die Comments abonnieren könnte.

  4. Hi,

    toller Artikel und auf den Punkt gebracht. Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bestätigen. Leider möchte man sich nicht unbedingt mit der Thematik des angefragten Blogs auseinandersetzen und ist nur auf der Suche nach einem günstigen, schnellen ABER gutem Link. Und genau das nervt!

    Man kann es zwar irgendwie verstehen oder zu mindestens erklären, warum „alldiejenigen“ so arbeiten, allerdings müsse die endlich mal einsehen, dass diese Methoden nichts bringen bzw. nichts gebracht haben. Sie machen doch selbst alles kaputt.

    Das lüstige dabei ist, dass sie ein Link haben aber selbst nicht verlinken wollen und wenn doch, dann wird ein blöderg sofort erkennbaren SEO-Tausch-Blog angeboten, was natürlich abgelehnt wird. Gut das gehört zwar in die Rubrik „Link-Tausch“ aber das Voprgehen ist das gleiche. Und wie begründen sie es immer wieder: Sichtbarkeit, Traffic etc. man man man…

    Ich hoffe nur, dass sie es schnellsten einsehen und doch anfangen anständig zu arbeiten.

    Gruß

  5. Wenn die Leute wegen SEO aufstöhnen, tun sie das eigentlich gar nicht wegen der Gastartikel, sondern der verbreiteten Sponsored Posts. Das ist ein völlig anderes Genre, möchte ich mal sagen. Ich biete Kunden selber Gastartikeln von mir und von Fachkollegen an, aber solche …äh… Zeichenfolgen würden wir sicherlich nicht anbieten.

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