WDF*IDF Analysen mit XOVI – Die Spezialfälle

Im ersten Teil habe ich mich mit der grundlegenden WDF*IDF Funktion von XOVI beschäftigt und gezeigt wie es grundsätzlich funktioniert. Nun möchte ich auf ein paar spezielle Punkte eingehen um den WDF*IDF Bereich aus dem OnPage Segment wirklich zu nutzen.

XOVI - WDF*IDF Anleitung XOVI - WDF*IDF Anleitung


Wir werden uns folgenen Fragen widmen:

WDF*IDF – Vergleich mit Top-10 reicht? Oder doch nicht?

Im Teil 1 haben wir WDF*IDF im Standardmodus verwendet und nur die TOP 10 verglichen. Wie sieht es aus, wenn wir jetzt den Dokumenten-Korpus für den IDF Wert auf die Top 100 erhöht? Schauen wir uns doch mal an, was XOVI zu „WDF IDF“ im Vergleich Top 10 vs. Top 100 als Ergebnis bringt.

Wir erstellen uns – wie im Teil 1 gelernt – eine Standard Analyse.
Zusätzlich brauchen wir jetzt noch eine Analyse der Top 100. Hier nutzen wir die Keywortanalyse und lassen uns zu „WDF IDF“ die Top 100 Suchergebnisse anzeigen.

XOVI Keyword Analyse WDF IDF

Hier bekommen wir eine schöne lange Liste, die wir uns nur noch exportieren müssen:
XOVI Keywordanalyse Export

In Excel suchen wir uns jetzt die Positionen 11-100 heraus (die Positionen 1-10 zieht sich XOVI ja schon selber):
XOVI Export Excel

Mit diesen Urls füttern wir jetzt die WDF*IDF Analyse:
XOVI WDF IDF Analyse mit den TOP100 in den SERP

Nun schauen wir uns das noch im Vergleich an:

TOP 100TOP 10
wdfwdf
idfidf
seowdf idf
wdf idfkeyword
keywordseo
2013text
googledokument
texttexte
texteonpage
tooldocument
contentfrequency
keywordsdocument frequency
formelanalyse
Marketinggoogle
Analyseoptimierung
onpagedensity

Wie wir sehen, sind die Unterschiede marginal und unterscheiden sich fast nur durch die Positionierung. Wenn man von einem echten Unterschied sprechen möchte, dann sind die Top 100 ein wenig generalistischer und so ein „veraltetes“ Wort wie „Keyworddichte“ taucht noch auf.

Hier kann man also vermuten, dass die TOP 10 stärker von aktuellen Artikeln belegt sind und je größer der Korpus wird, desto mehr ältere Artikel tauchen auf. Diese beschäftigen sich dann eben nicht mehr mit WDF*IDF sondern mit der klassischen Keyworddichte.

Dies ist gleich ein Indiz dafür, dass Google thematische Einordnungen schon sehr gut hinbekommen.

Was bedeudet das in der Praxis?

Wenn man sich thematisch auf die aktuellesten Informationen bezieht oder wenn der Informationsgehalt weiter hinten in den SERPs (Search Engine Result Pages, Suchmaschinene-Ergebnis-Seiten) dünner wird, dann ist es ratsam weniger Seiten zu untersuchen.

Was passiert bei XOVI, wenn ich die Referenz-URL wechsle?

Hier nehmen wir uns den Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ und schauen einmal, was passiert, wenn wir folgende URLs analysieren:

mi-service.denetzideen-gmbh.de/suchmaschinenoptimierung-leipzig.html
Hier ist dem Begriff nur ein kleiner Bestandteil der Seite gewidmet.Diese Seite hat schon Sören in seinem Artikel genommen und wir können diese Seite nachher gleich noch mal verwenden.
suchmaschinenoptimierungsuchmaschinenoptimierung
seoseo
Suchmaschinensuchmaschinen
googlegoogle
websitewebsite
optimierungoptimierung
onlinewebseiten
webseitenonline
marketingranking
internetinternet
rankingunternehmen
kundenkontakt
seitemarketing
kontaktseite
unternehmenangebot
optimierenoptimieren
linkshome
onpage2013

Hier tauchen ab der Top 7 die ersten Unterschiede auf. Das heißt, dass die zu untersuchende Seite mit in den IDF Korpus gezogen wird. Man vergleicht sich somit auch an sich selber. Ob dies wirklich sinnvoll ist?

Nützlich ist es aber trotzdem. Warum, zeigt die nachfolgende Grafik:
XOVI WDF IDF Analyse Konkurrenz

Ich kann auch hier wieder 2 Konkurrenzseiten gegeneinander vergleichen um Feinheiten in der Ausrichtung des Unternehmens zu erkennen. Weiterhin bekomme ich natürlich immer wieder neue Ideen und Impulse, von welcher Seite man selber den Begriff noch beleuchte kann. Oder man freut sich, dass man eine eindeutige scharfe Kante im Vergleich zur Konkurrenz hat.

Nützt WDF*IDF in der Praxis wirklich etwas?

Das ist bestimmt die Frage aller Fragen. Nützt WDF*IDF wirklich?

Ich kann dies nicht zu 100% sagen, aber ich habe hier ein Beispiel, bei dem es funktioniert hat. Die Seite zahnarzt-gohlis.de hat einen WDF*IDF optimierten Beitrag zum Thema „Zahnreinigung Leipzig“ erhalten. Vorher gab es dazu keinen eindeutigen Artikel, sondern das Thema wurde an unterschiedlichen Punkten abgehandelt. Das Ergebnis ist hier zu sehen:
XOVI Keyword Zahnarzt Leipzig

Wenn man sich die WDF*IDF Kurve bei XOVI anschaut, sieht man hier natürlich noch Verbesserungspotential.
WDF IDF Zahnarzt Leipzig Grahneis

Was mir im Onpage WDF*IDF Bereich von XOVI fehlt?

Die Analyse ist schon ziemlich gut, wenn auch bestimmt nicht perfekt. So vertritt Sören die Meinung, dass onPage.org die besseren Ergebnisse liefert. Ich vermute mal, dass karlsCORE noch mal andere Werte liefert. Ich persönlich kann mit den Ergebnissen leben.

Was aber definitiv fehlt, ist immer eine Analyse im Vergleich zur eigenen Seite. Wie ist der Term über die Struktur der eigenen Seite verteilt. Dies ist auch wichtig. Es wäre ja doof, wenn ich einer meiner eigenen internen Seiten Konkurrenz mache und hier meinem eigenen Ranking schade.

Wenn diese Funktion umgesetzt wird, bin ich mit XOVI WDF*IDF rund um zufrieden.

Fazit

Über WDF*IDF nachdenken ist durchaus sinnvoll. Auch für Blogger, Shopbetreiber oder den durchschnittlichen Webseitenbetreiber. WDF*IDF ist keine Hexerei. Jeder kann so eine Analyse machen und daraus Mehrwert ziehen.

Und natürlich nutzen immer mehr Menschen WDF*IDF, da immer mehr Tools dieses anbieten und es somit Standard wird.

Interessant wird es, wenn optimierte Seiten gegeneinander antreten. Gewinnt dann das besser Tool?

Und nun seid Ihr dran? Was haltet Ihr von WDF*IDF? Ich freue mich auch Eure Meinung!

Über Thomas Wagner (32 Artikel)
Seit 1999 arbeite ich im Bereich Marketing und berate Klein- und Mittelständige Unternehmen. Der Fokus liegt auf konzeptioneller Beratung und seit vielen Jahren auf Webanalyse und Online Marketing.
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7 Kommentare zu WDF*IDF Analysen mit XOVI – Die Spezialfälle

  1. Ein vorweg: Nützt wdf*idf was? Ja! Denn man schreibt damit vernünftige Texte. Nehmt aber die Kurve dabei nicht so ernst!

    Die Story: Als Verfolger von Thomas Wagner in Facebook wurde ich auf einen Herrn Kratz aufmerksam und dass es Seiten im Internet gibt, wo sehr viel Text nach wdf*idf steht und dass die Landingpage heißen. Herr Kratz hat selber so eine Seite: Risikolebensversicherungen.com. Ich staunte nicht schlecht wie man fast ohne Links nur mit wdf*idf auf Platz 3 ranken kann. Mhh. Also versuchte ich, die Seite abzuschreiben und dem mit Sicherheit verwandten Begriff Risikolebensversicherung durch mein wichtigstes Keyword Überwachungskamera zu ersetzen. Und den darum Text anzupassen. Mein Platz 7 Ranking verbessere sich NICHT. Also schrieb ich den Text erneut um und erweiterte diesen und schaffte ohne es zu wissen – Content. Ich schrieb wie wildgeworden, was ich den Kunden am Telefon über Überwachungskameras immer so erzähle bevor die kaufen. Und nahm aber immer noch Risikolebensversicherung als Leitfaden. Wichtig sind nämlich neben wdf.idf weitere Elemente auf der betreffenden Seite wie Struktur, interne Verlinkung, Bilder usw. Nun ranke ich auf Platz 2 und diese Laningpage wird gerade von Profis nochmals hübsch gemacht und weiter optimiert.
    Also: Content ist wichtig. Diesen dann „grob“ nach IDF*WDF. Der Leser muss den Text mögen, auf der Seite bleiben und lesen. Denn dass misst Google bestimmt genauso, wie einen technisch korrekten wdf*idf Text.

  2. Aber das sagt die SEO Grmeinde doch schon seit Jahren, wie Google auch. Schreibt für die Leser nicht für die Suchmaschinen.

    Mit WDF*IDF hat Karl nur das logische nochmals erläutert. Und durch die diversen Tools wie OnPage.org oder Xovi USW. sind nun Werkzeuge vorhanden um Blogs, Websiten und Shops relevanter und professioneller zu machen. Alles verlagert sich mehr ins Netzt also sollte man hier auch Qualität finden. Würde mich nicht wundern wenn Google demnächst einen Qualität Score einführt.

    • Ob das die SEO Gemeinde schon seit Jahren sagt, wage ich zu bezweifeln. Dafür rennt einfach zu viel Spam in der Gegend rum. Aber mit den Tools muss irgendwann jeder an Qualität denken.

      • Ja wobei die reine Nutzung von Tools die WDF*p*IDF und Co einsetzen noch lange keine Garantie für Qualitäts Content ist 😉

        • Das ist wohl war. Aber es kann helfen.

          Vermutlich werden echte Spammer die Tools viel viel mehr wertschätzen. Ich will gar nicht wissen, was passiert, wenn jemand einen Textspinner mit WDF*IDF kombiniert…. 😉

  3. Vielen Dank für den schönen Artikel.

    Man sollte trotz WDF*IDF das Denken ich völlig über Bord werfen. Vieles sollte beim Texten eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen und letzten Endes sollen die Texte für den Leser sein und nicht nur für Tante Google.

    Ich hab das WDF-Tool von Xovi für die Arbeit getestet (Thema Onlinelotto). Die Keywordliste muss man schon noch überarbeiten. Manche Suchbegriffe sind untauglich, manche fehlen in den Listen.

    Die erstellten Seiten habe ich mit Infos gut gefüllt (Lotto und Mathe war mal ein Hobby von mir), untereinander passend verlinkt, im Sinne der Conversions weitergeleitet, Bilder eingefügt.

    Der Erfolg war sehr gut. Platzierungen gingen nach oben, einige Seiten aus dem Stand in den Top 10. Was man davon auf WDF schieben kann, ist schwierig zu sagen.

    Einfach auf guten Content achten, Begriffe rund um die Thematik hinzunehmen und dem Leser Lesenswertes bieten.
    Die Tools bei Xovi und Co. können aber eine gute Unterstützung sein.

    • Hallo Armin,

      natürlich bleibt das Gehirn der wichtigste Faktor. Oder eher der zweitwichtigste. Der wichtigste ist Leidenschaft!

      Und das die Tools immer auch Wörter bringen, die gerade Dir fehlen, ist logisch und gut. Denn Du schreibst ja niemals den Klon eines anderen Textes. Du willst ja eigene Sichtweisen und damit neues (für den Leser und für Google) bringen.

      Insofern alles richtig gemacht.

      Das hier ist (nur) eine Anleitung wie man das WDF*IDF Tool von XOVI sinnvoll verwenden will. Und wie im Text geschrieben, eignet es sich ja auch super zur Konkurrenzanalyse.

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